Homeschooling: Mit unseren Tipps entspannt den Unterricht zu Hause meistern

Schulalltag im heimischen Kinderzimmer? Das hätte in Deutschland vor der Corona-Krise wohl keine Familie für möglich gehalten. Während viele Schüler an dem veränderten Schulalltag zu knabbern haben, stellt das Homeschooling auch den Alltag junger, berufstätiger Eltern komplett auf den Kopf. Mit unseren 9 Tipps zeigen wir dir, wie du deine Sprösslinge beim Lernen unterstützt und wie ihr den Unterricht zu Hause gemeinsam meistert.

INHALT

Das Wichtigste im Überblick: Homeschooling

  • Eltern müssen nicht ausgebildete Lehrkräfte ersetzen, sondern für Stabilität und Struktur sorgen
  • Hilfreich: Lerninhalte in Alltagssituationen praktisch und spielerisch vermitteln
  • Besonders wichtig: Ein strukturierter Tagesablauf, Geduld, Kommunikation und Abwechslung

Homeschooling als neue Herausforderung für Eltern

Um den Spagat zwischen Job, schulpflichtigen Kindern und Haushalt zu schaffen, sind Organisation und Durchhaltevermögen gefragt. Während der Familienalltag für berufstätige Eltern schon immer herausfordernd war, machen es die Schulschließungen in der Corona-Pandemie nicht leichter. Eltern stoßen neben ihrem Job zusätzlich als Lerncoach an ihre Belastungsgrenzen und den Kindern fehlt zunehmend ihr gewohnter Tagesablauf.

Während Homeschooling in Deutschland noch kritisch beäugt wird, praktizieren andere Länder wie Großbritannien, die Niederlande oder die Schweiz dieses Schulkonzept schon seit einiger Zeit sehr erfolgreich. Viele Familien kritisieren, dass hierzulande bislang nur wenig Aufklärungsarbeit zum Thema häuslicher Unterricht stattgefunden hat.

Aber nicht nur die Schüler und die Eltern haben an der Situation zu knabbern, auch für Schulen und Lehrer ist die aktuelle Lage nicht einfach. Die Homeschooling-Konzepte, wie auch kostenlose Materialien und Kommunikationsmöglichkeiten mussten mit Beginn der Pandemie schnell bereitgestellt werden, weshalb das Homeschooling noch immer einige Schwachstellen aufweist.

Homeschooling könnte auch in deiner Familie bald ein Thema werden, da dein Kind kurz vor der Einschulung steht? Wenn du gerade dabei bist, diesen wichtigen Meilenstein zu planen, erfährst du hier, wie du dein Kind optimal auf den ersten Schultag vorbereitest.

Homeschooling: die Rolle der Eltern

Wenn auch dein Stresspegel gerade ins Unermessliche steigt, solltest du dir bewusst machen, dass du im Homeschooling weder ausgebildete Lehrer ersetzen noch den Bildungsauftrag an dich reißen musst. Viel wichtiger ist, dass du deinem Kind in dieser ungewohnten Situation Stabilität und Struktur gibst und bei Problemlösungen unterstützend zur Seite stehst. Keine Sorge – die Lehrkräfte sind weiterhin telefonisch oder über Video-Anrufe für ihre Schüler erreichbar, weshalb du also nicht zum Matheexperten mutieren musst.

Es geht weniger darum, deinem Kind gezielt Schulstoff zu vermitteln, da der Unterricht zu Hause einen komplett anderen Ansatz verfolgt. Du solltest dich zwar an dem Schulstoff orientieren, diesen aber im individuellen Tempo deines Kindes durchgehen. Je nachdem wie alt dein Kind ist, können motivierende Rollenspiele oder fiktive Gespräche eine gute Lernmethode sein, um ganz ohne Zwang, Freude am Lernen zu vermitteln. Wenn du die Lerninhalte in Alltagssituationen anschaulich und praktisch vermittelst, wird dein Kind das Gelernte einfacher verinnerlichen. Wie du den Spaß am Lernen erhalten kannst, ohne die Nerven zu verlieren, erfährst du in den folgenden neun Tipps für den Unterricht zu Hause.

9 Tipps für den Unterricht zu Hause

1. Tipp für den Unterricht zu Hause: Struktur ist das A und O

Nicht nur für uns Erwachsene ist das Arbeiten von zu Hause Neuland, auch die Kinder sind einen komplett anderen Tagesablauf außerhalb der eigenen vier Wände gewohnt und müssen sich erstmal in dieser Situation zurechtfinden.

Tipp: Organisation ist das halbe Leben: Ein geordneter Tagesablauf mit festen Lernzeiten und einem Stundenplan helfen deinem Kind, sich im Schulalltag zu Hause besser zurechtzufinden.

Unterstütze dein Kind, indem du eine feste Struktur etablierst und somit ein Stück Normalität in den Alltag zurückbringst:

  • Erstellt aus den Unterrichtsmaterialien der Lehrkräfte gemeinsam einen Stundenplan und platziert diesen an einem sichtbaren Ort, wie z.B. einer Magnettafel in der Küche. So können Lernprozesse inhaltlich geplant und eingeteilt und Aufgaben besser strukturiert werden.
  • Vereinbart feste Lernzeiten, die sich am Rhythmus deines Kindes orientieren und genug Zeit für Pausen lassen. Achte dabei darauf, wann es am aufnahmefähigsten ist und am besten lernen kann. Tipp: Im Internet werden viele kostenfreie Tagespläne angeboten, die den Spaßfaktor erhöhen.
  • Wählt einen geeigneten Arbeitsort mit ausreichend Tageslicht. Ein aufgeräumter Schreibtischarbeitsplatz wirkt sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit deines Kindes aus.

Aufgrund der Übersichtlichkeit eines Lernplans seht ihr sofort, was dein Kind alles geschafft hat und was noch für den nächsten Tag liegen geblieben ist. So könnt ihr zwischenzeitlich immer wieder kleine Etappensiege feiern. Um die Motivation und Konzentration aufrecht zu erhalten, ist es wichtig, dass bei der Erstellung eines Lernplans die individuellen Bedürfnisse deines Kindes nicht verloren gehen.

2. Tipp für den Unterricht zu Hause: Lernziele festlegen

Egal ob Lernen oder Hausaufgaben auf dem Programm stehen, der Lernprozess sollte vorab ausführlich geplant werden. Das Festlegen täglicher Lernziele motiviert und schafft die nötigen Anreize, beim Lernen am Ball zu bleiben. Dabei ist es wichtig, dass die einzelnen Ziele anspruchsvoll, aber realistisch sind.

Tipp: Das Festlegen von Lernzielen führt Schritt für Schritt zum Erfolg und steigert die Motivation.

Bevor du einzelne Lernziele definierst, solltest du den genauen Ablauf bei Fragen und Problemstellungen mit deinem Kind klären: Soll es bei Fragen direkt zu dir kommen oder erst andere Aufgaben erledigen? Eine gemeinsame Planung motiviert zum eigenständigen Lernen und steigert die Lernmotivation.

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3. Tipp für den Unterricht zu Hause: Kommunikation ist wichtig

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Kind in der aktuellen Lernsituation überfordert ist, dann solltest du die Schule kontaktieren und nicht die ganze Last allein tragen. Hole dir eine fundierte Meinung der Lehrer ein, wie mit du mit diesen Schwierigkeiten umgehen solltest. Ein regelmäßiger Austausch mit den Lehrkräften kann auch dir Sicherheit in der aktuellen Situation geben.

Tipp: Während sich im Homeschooling viele Schüler einsam fühlen, sind Eltern oft überfordert. Daher ist die Kommunikation untereinander und mit Lehrkräften unverzichtbar.

4. Tipp für den Unterricht zu Hause: Feedback geben

Wenn das Feedback der Lehrer wegfällt, ist es wichtig, dass Eltern regelmäßig die erledigten Aufgaben ihrer Kinder kontrollieren und Rückmeldung geben. Vor allem kleinere Kinder benötigen im Schulalltag oft Hilfestellungen. Du solltest deinem Kind sagen, was gut läuft und in welchen Bereichen noch Verbesserungsbedarf besteht.

Vergiss dabei nicht, regelmäßig zu loben, wenn es angebracht ist. Je mehr dein Kind von seinen eigenen Fähigkeiten überzeugt ist, wird es auch intuitivere Lernstrategien einsetzen, die gleichzeitig das Lernen fördern. Wenn dein Kind eine knifflige Aufgabe gut und eigenständig gelöst hat, lass dir eine schöne Belohnung einfallen. Dabei weißt du am besten, was dein Kind begeistern würde. Vielleicht Zelten im Garten oder eine Movie-Night mit dem Lieblingsfilm?

Tipp: Während in der Schule die Lehrer Rückmeldung über erbrachte Leistungen geben, sind im Homeschooling die Eltern gefragt. Sowohl positives aber auch negatives Feedback ist wichtig und notwendig.

5. Tipp für den Unterricht zu Hause: Stress vermeiden

Wenn dein Kind eine Denkblockade hat und bei einer Aufgabe festhängt, dann solltet ihr eine Pause einlegen und einen Video-Anruf mit einem Mitschüler starten, was für Abwechselung vom tristen Schulalltag zu Hause sorgt. Oft hilft der gemeinsame Austausch mit Gleichgesinnten, um den Lerninhalt besser zu verstehen. Auch eine Auszeit an der frischen Luft bewirkt oft wahre Wunder.

Ein positiver Aspekt am Homeschooling ist, dass dein Kind seinem eigenen Lernrhythmus folgen kann, ganz ohne Druck von außen oder Vergleiche mit Mitschülern.

Eine ruhige Lernumgebung, die aufgeräumt und hell ist, reduziert ebenfalls den Stress. Achte darauf, dass in der Unterrichtszeit die private Nutzung von PC, TV oder Smartphone tabu sind.

Tipp: Ob durch eine angenehme Lernumgebung oder den Austausch mit Mitschülern — Homeschooling-Stress lässt sich vermeiden.

6. Tipp für den Unterricht zu Hause: digitale Medien verwenden

Die heutige Generation wächst mit digitalen Medien auf und wahrscheinlich nutzt auch dein Kind bereits ein Smartphone. Verschiedene Lern-Apps wie Anton oder Duden Learnattack bieten interaktive Übungen aus diversen Themenbereichen wie Deutsch, Chemie, Mathe oder Biologie an. Diese digitalen Lernplattformen und Apps erleichtern deinem Kind die Arbeit und gestalten den Homeschooling-Alltag interessanter und sind den traditionellen Schulbüchern teilweise haushoch überlegen. Neben interaktiven Übungen, werden leicht verständliche Erklärvideos angeboten, die den Schülern den Unterrichtsstoff spielerisch näherbringen.

Tipp: Apps und digitale Lernplattformen können den Spaß am Lernen steigern und den tristen Homeschooling-Alltag erleichtern.

Digitale Medien können sinnvoll in den Heimunterricht integriert werden, ohne die traditionellen ganz zu ersetzen. Während dein Kind das Lernen spannender empfindet, steigert die Nutzung dieser Anwendungen gleichzeitig die digitale Kompetenz. Aber denke daran, ein festes Zeitfenster für die Nutzung digitaler Medien vorzugeben, sodass es nicht den ganzen Tag vor dem Bildschirm hängt. Weitere hilfreiche Tipps für den Umgang mit dem Internet finden Eltern auf klicksafe.

Immer wieder bekommst du zu hören, dass Finanzthemen trocken und langweilig sind? Dann überzeug dein Kind mit dem Schülerportal für finanzielle Bildung Jugend und Finanzen vom Gegenteil. Hier findet ihr eine vielseitige Auswahl an informativen Lerninhalten. Ob Arbeitsblatt, Erklärvideo oder interaktives Lernmodul – Langeweile ist hier Fehlanzeige.

7. Tipp für den Unterricht zu Hause: Geduld bewahren

Beim Lernen sind Fehler unvermeidbar und es wird häufig vorkommen, dass dein Kind deine Erklärungen nicht versteht. Auch Lehrer müssen ein Thema oft mehrmals durchgehen, bis es alle Kinder in der Klasse verstanden haben. Also bleib geduldig, zweifle nicht an dir und deiner Kompetenz und versuche es einfach nochmal. In der Regel muss dein Kind das Erlernte einige Male anwenden, bis es die Inhalte auch wirklich verstanden hat.

Tipp: Geduld bewahren ist zwar leichter gesagt als getan aber im Homeschooling von zentraler Bedeutung.

8. Tipp für den Unterricht zu Hause: körperliche Aktivität

Bewegung spielt bei der Konzentration der Kinder eine tragende Rolle. Versuche körperliche Aktivitäten in die tägliche Routine deines Kindes einzubauen. Dabei könnt ihr euch Tanzvideos, Yoga-Übungen oder Workouts im Internet anmachen und loslegen. Auch gemeinsames Kochen oder Backen kann eine gelungene Abwechselung sein.

Tipp: Körperliche Aktivitäten machen nicht nur Spaß, sondern steigern auch die Lust am Lernen.

Nicht nur du fühlst dich anschließend besser, auch dein Kind wird wieder deutlich motivierter an seine Schulaufgaben gehen. Und wenn alles nichts hilft – ein Kurz-Ausflug in die Natur kann wahre Wunder bewirken und dein Kind auf andere Gedanken bringen.

9. Tipp für den Unterricht zu Hause: Freunde sind wichtig

Die Trennung von Freunden und Mitschülern ist für die meisten Kinder schwierig und die ungewisse Situation birgt Unsicherheiten und Stress. Daher solltest du darauf achten, dass dein Kind den Kontakt zu seinen Freuden aus der Schule beibehält. WhatsApp, Instagram und Co. spielen dir dabei in die Karten und tragen dazu bei, dass die Kinder sich zumindest virtuell nicht aus den Augen zu verlieren. Jüngere Kinder können auch an einem handgeschriebenen Brief große Freude haben.

Das gemeinsame Zusammenarbeiten mit Mitschülern ist ein wichtiger Faktor, um die Lernmotivation zu steigern. In einer Skype- oder Zoom-Konferenz mit befreundeten Schülern Hausaufgaben erledigen, ist eine gute Möglichkeit, um die wichtigen Kontakte aufrecht zu erhalten.

Tipp: Der Kontakt zu Mitschülern und Freunden steigert das Wohlbefinden und die Motivation, schulisch am Ball zu bleiben.

Fazit

Auch wenn du derzeit damit kämpfst, Arbeit und Wissensvermittlung unter einen Hut zu bringen und die Schulschließungen nicht spurlos an dir vorbei gegangen sind, kann auch das Extra an gemeinsamer Zeit mit deiner Familie sehr wertvoll sein.

Homeschooling fördert nicht nur das selbstbestimmte Entscheiden und Lernen der Kinder, auch das gemeinsame Grübeln über Problemstellungen schweißt noch enger zusammen. Setze dich also nicht unter Druck und gebe deinem Kind den nötigen Raum, sich an diese neuartige Situation zu gewöhnen. Mit Rücksicht und Verständnis füreinander ist auch der Familienfrieden in der Corona-Pandemie nicht gefährdet.

Und keine Sorge, wenn es mal wieder nicht so gut klappt – Albert Einstein ist das beste Beispiel, dass aus Homeschoolern etwas ganz Großes werden kann.

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