Geldanlage für junge Leute: Mit unseren Tipps zu deiner finanziellen Unabhängigkeit

„Kind, es wird langsam Zeit, dass du dir Gedanken um deine finanzielle Zukunft machst!” oder „Von was willst du denn später leben?“ – Haben wir nicht alle schon einmal ähnliche Sätze von unseren Eltern oder Großeltern gehört? Ratschläge rund um die eigene finanzielle Absicherung sind in der Regel gut gemeint, das Thema „Sparen“ oder „Geldanlage“ stößt bei jungen Leuten dennoch oft auf Ablehnung. Solltest auch du gerade an dem Thema verzweifeln, möchten wir dir Mut machen: Geldanlage kann auch jungen Leuten durchaus Spaß machen! Frei nach dem Motto „Schon heute an morgen denken“, unterstützen wir dich im Folgenden mit hilfreichen Tipps für deine Suche nach der richtigen Geldanlage und dem optimalen Start in das Thema.

INHALT

Früh übt sich: Schon in jungen Jahren die richtige Geldanlage für sich entdecken​

Das erste eigens verdiente Geld aus dem Schülerpraktikum oder Ferienjob hast du wahrscheinlich in neue Klamotten, die bevorstehende Party am Wochenende oder den nächsten Sommerurlaub investiert. Und das geht den meisten so, denn Gedanken über die Zukunft macht man sich in jungen Jahren selten, schon gar nicht über potenzielle Anlagemöglichkeiten zur Bildung einer finanziellen Grundlage. Als junger Mensch ist der Leitgedanke nun mal Geld ausgeben anstelle von anlegen. Und das ist auch vollkommen okay so!

Dennoch gilt das Prinzip: Je früher du mit der Geldanlage beginnst, desto besser.

Die verschiedenen Optionen der Geldanlage für junge Leute​

Sparen mit Tagesgeld- und Sparkonten​

Vielleicht besitzt du noch ein Sparbuch aus alten Zeiten, das deine Eltern ursprünglich für dich angelegt haben. Dieses könnte den Grundstein für deine zukünftige Geldanlage bilden. Eine moderne Alternative zum traditionellen Sparbuch ist das Tagesgeldkonto.

Während beide Kontoformen, das Tagesgeldkonto und das Sparkonto, eine Geldansammlungsfunktion haben und nicht direkt zu Zahlungszwecken genutzt werden können, bietet das Tagesgeldkonto deutlich mehr Flexibilität. Bei dieser Kontoform hast du die Möglichkeit, dein Geld kurzfristig zu „parken“, wobei du jederzeit und in vollem Umfang über dein Geld verfügen kannst, indem du das benötigte Geld auf ein Referenzkonto (Girokonto) überweist. Beim Sparbuch hingegen sind Verfügungen monatlich auf maximal 2.000 Euro limitiert. In der aktuellen Niedrigzinsphase liegt die Verzinsung beider Kontoformen nahezu bei null Prozent.

Hier findest du einen Vergleich aller Kontoformen mit ihren Vor- und Nachteilen.

Geld anlegen mit einem Wertpapiersparplan​

Du steckst mitten in einer Ausbildung oder einem Studium und kannst derzeit nur kleine Beträge zur Seite legen? Eine angemessene Rendite ist dir wichtig, worunter die Flexibilität der Anlage aber nicht leiden soll? Dann könnte ein Wertpapiersparplan bzw. Fondssparplan der passende Einstieg für dich in die Geldanlage sein.

Bei einem Wertpapiersparplan wird regelmäßig ein fester Betrag in Wertpapiere, wie Anleihen, Aktien oder Fonds investiert. Der Aufwand ist bei einem Fondssparplan für dich als Anleger äußerst gering, da der Fonds aktiv durch einen Fondsmanager verwaltet wird. So hast du die Möglichkeit, bereits Kleinstbeträge ab 25 Euro zu investieren. Den Sparbetrag kannst du dabei ganz flexibel anpassen oder aussetzen, auch der Verkauf von Fondsanteilen ist jederzeit möglich. Mit dem Fondsparplan verfolgst du das Ziel langfristig Vermögen aufzubauen, was für deine Generation enorm wichtig ist.

Natürlich solltest du nicht vergessen, dass die Anlage in Wertpapiere jeglicher Art risikobehaftet ist, dennoch kannst du beim Fondsparen ein mögliches Verlustrisiko durch Streuung deines Kapitals in unterschiedliche Fonds mit unterschiedlichen Risikoklassen reduzieren.

Einstieg in die Geldanlage mit einem ETF-Sparplan

Um langfristig Vermögen aufzubauen, ist derzeit eine Investition in Aktienfonds nahezu unumgänglich. Neben einem Fondssparplan ist ein sogenannter ETF-Sparplan eine gute Alternative für den Einstieg in deine Geldanlage.

Unter Exchange Traded Funds, kurz ETF‘s, versteht man einen börsengehandelten Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index, wie beispielsweise den DAX mit seinen 30 gelisteten Unternehmen, abbildet. Neben der Anlage in Aktien ist mit einem ETF auch die Investition in viele andere Anlageklassen möglich. Ebenso wie beim Fondsparplan kannst du auch bei dieser Geldanlage flexibel die Beträge anpassen oder Anteile veräußern. Ein ETF wird nicht aktiv gemanagt und hat dementsprechend Kostenvorteile gegenüber einem aktiv gemanagten Fonds.

Da Aktienmärkte bekannterweise stark schwanken können, schwankt auch der Wert eines ETFs. Daher ist ein solcher Sparplan nur zu empfehlen, wenn du das Geld mittel- bis langfristig, also mindestens die nächsten 5 Jahre, nicht benötigst. Mögliche Verluste der Vergangenheit können über einen langen Anlagezeitraum ausgeglichen werden – also lass hier einfach die Zeit für dich arbeiten.

Wichtiger Hinweis: Sowohl bei Fondssparplänen als auch bei ETF-Sparplänen kann nicht ausgeschlossen werden, dass am Ende der Ansparphase weniger Vermögen zur Verfügung steht, als insgesamt eingezahlt wurde beziehungsweise die Sparziele nicht erreicht werden können. Zudem besteht ein Risiko marktbedingter Kursschwankungen sowie ein Ertragsrisiko.

Fünf Tipps, um erfolgreich mit deiner persönlichen Geldanlage zu starten

1. Tipp: Regelmäßig Geldbeträge sparen

Für den Start empfiehlt es sich, einen Betrag festzulegen, den du in regelmäßigen Zeitabständen zurücklegst. Dabei ist es anfangs egal, ob du das Geld auf ein separates Konto einzahlst oder die traditionelle Spardose herhalten muss. Auch wenn die Rendite derzeit nicht nennenswert hoch ist, eignen sich Kontoformen, wie das Tagesgeld- oder Sparkonto für den Start, um ein Gefühl für das Sparen zu bekommen.

Übrigens: Mit dem Tagesgeldkonto FVB-FutureFlex bietet dir die Frankfurter Volksbank eine sichere Geldanlage, um dein Geld kurzzeitig „zu parken“, auch in unsicheren Zeiten.

Unsere Empfehlung: Da die Europäische Zentralbank den Leitzins aktuell auf 0 gesenkt hat, ist es für dich als Anleger nahezu unmöglich, die Inflation über konservative Sparformen wie ein Sparbuch oder ein Tagesgeldkonto aufzufangen. Ebenso wenig lässt sich hierüber langfristig und effektiv ein Vermögen aufbauen. Wenn du bei deiner Geldanlage einen Vermögensaufbau anstrebst, empfehlen wir dir, einen Blick auf andere Anlageformen, wie zum Beispiel Wertpapiersparpläne, zu richten. Grundvoraussetzung ist dabei stets, dass du das angesparte Geld nicht kurz- bis mittelfristig benötigst.

2. Tipp: Ausbildung im Fokus behalten

Es ist ratsam, stets deine Ausbildung im Blick zu behalten. Mit deiner Ausbildung schaffst du dir ein sicheres Fundament für deine berufliche Zukunft. Dabei hängt es ganz von dir und deinen Interessen ab, ob du eine Ausbildung, ein Vollzeitstudium oder einen dualen Studiengang präferierst.

Übrigens: Solltest du mit dem Gedanken spielen, eine Bankausbildung oder ein duales Studium bei einer Bank zu beginnen, bietet dir die Frankfurter Volksbank im Bereich Karriere viele attraktive Stellenausschreibungen sowie ein komfortables Online-Bewerbungsmodul, das dich bequem durch den Bewerbungsprozess führt.

3. Tipp: Frühzeitig über das Thema Wertpapiere und Wertpapiersparpläne informieren

Da konservative Sparformen, wie das klassische Sparbuch oder ein Sparplan in der derzeitigen Niedrigzinsphase kaum Zinserträge einbringen, solltest du dich frühzeitig mit dem Thema Wertpapiere und insbesondere Wertpapiersparpläne vertraut machen.

Hier gilt ganz generell: Je breiter eine Anlage gestreut ist, desto sicherer bist du als junger Anleger aufgestellt. Möchtest du in Aktienfonds investieren, solltest du einen möglichst langfristigen Anlagehorizont anstreben und nicht auf das gesparte Geld angewiesen sein.

Unsere Empfehlung: Du möchtest herausfinden, welcher Anlegertyp und wie risikobereit du bist? Dann nutze jetzt ganz unverbindlich unseren digitalen Anlage-Assistent MeinVermögen der Frankfurter Volksbank. Mithilfe weniger Klicks wird deine persönliche Anlagestrategie dabei basierend auf deiner Risikobereitschaft und deinen Zielen ermittelt.

Um effektiv mit dem Vermögensaufbau mithilfe von Wertpapieren starten zu können, benötigst du ein Wertpapierdepot. Mit den Wertpapierdepots der Frankfurter Volksbank handelst du an nationalen und internationalen Börsenplätzen mit verschiedensten Anlageformen und profitierst von einer sicheren und einfachen Depotführung, auch von unterwegs.

Beachte dabei, dass jegliche Anlageformen in Wertpapiere risikobehaftet sind und Marktschwankungen unterliegen. Dennoch lässt sich ein mögliches Verlustrisiko durch Streuung deiner Anlage in unterschiedliche Fonds mit unterschiedlichen Risikoklassen minimieren. Überzeuge dich von der Vielfalt und Flexibilität dieser Geldanlagen, wir beraten dich gerne.

4. Tipp: Flexibilität bewahren und nur Sparen was möglich ist

Taste dich langsam an das Thema Geldanlage heran. Grundsätzlich ist es ratsam, nur den Teil deines Geldes anzulegen, den du nicht dringend benötigst. Solltest du erst seit kurzem ausgezogen sein und allein, in einer WG oder mit deinem Partner zusammenleben, wirst du immer mehr ein Gespür dafür bekommen, welche monatlichen Einnahmen und Ausgaben wichtig sind und wie viel Geld im Monat zum Sparen übrig bleibt.

Daher empfehlen wir dir anfangs mit kleinen Sparbeträgen zu beginnen, bis du einen ausgereiften Haushaltsplan für dich entwickelt und erprobt hast. Als junger Mensch stehst du noch vor vielen Herausforderungen. Sich ändernde Lebensumstände, wie beispielsweise häufiges Umziehen oder das beliebte Auslandssemester sind keine Seltenheit mehr. All das ist nicht nur kostenintensiv, sondern erhöht auch deinen Bedarf an freier Liquidität. Achte darauf, nicht deine gesamten Sparreserven auf dem schwankenden Wertpapiermarkt zu investieren.

Wir empfehlen: Investiere einen Großteil des Geldes in liquide und sichere Anlagen, wie beispielsweise ein Tagesgeldkonto, um bei Bedarf schnell auf das Gesparte zurückgreifen zu können. Das Geheimrezept für eine gute Geldanlage ist, das Vermögen, ob groß oder klein, vernünftig auf mehrere „Spartöpfe“ aufzuteilen.

5. Tipp: Formuliere deine finanziellen Ziele mit der sogenannten SMART-Methode

Die Erstellung einer Strategie für deine persönliche Geldanlage ist das A und O. Um eine gute Anlagestrategie treffen zu können, solltest du aber vorab deine Investitionsziele kennen. Ist dir Sicherheit und die schnelle Verfügbarkeit deines Geldes wichtig und spielt Rentabilität eine untergeordnete Rolle, dann könnten Anleihen oder ein Tagesgeldkonto die richtigen Produkte für dich sein. Fokussierst du allerdings eine gute Rendite, wäre es sinnvoller einen Großteil des Geldes in Wertpapiere, wie beispielsweise Aktienfonds zu investieren. Wie du siehst, leitet sich deine Strategie von deinen Investitionszielen ab und hilft dir dabei, dich für das passende Anlageprodukt zu entscheiden.

Konkretisiere deshalb dein Vorhaben in ganz klaren Aussagen, wie beispielsweise „Ich möchte endlich mehr Geld sparen.“ oder „Ich möchte mir eine finanzielle Absicherung für die Zukunft schaffen.“ und halte diese Ziele schriftlich fest.

Du benötigst Unterstützung bei der Formulierung deiner Ziele? Die sogenannte SMART-Methode hilft dir dabei. Die Abkürzung SMART bedeutet, dass die eigenen Ziele spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein sollten.

  • Spezifisch: Formuliere dein Ziel möglichst genau und verständlich, ohne großen Interpretationsspielraum.
    Beispiel: „Ich möchte monatlich einen festen Betrag auf mein Tagesgeldkonto einzahlen.“
  • Messbar: Benenne dein Ziel mit genauen Zahlen, indem du festlegst, wie viel Geld du monatlich investieren möchtest.
    Nur so kannst du auf deinem Weg der Geldanlage Meilensteine erreichen und die Motivation steigern.
    Beispiel: „Ich möchte monatlich 50 Euro auf mein Tagesgeldkonto einzahlen.“
  • Attraktiv: Das persönliche Finanzziel sollte möglichst attraktiv für dich sein. Überlege dir, warum du sparen möchtest.
    Möchtest du dir vielleicht einen langersehnten Traum erfüllen, wie beispielsweise eines Tages ein Eigenheimbesitzer zu sein?
    Beispiel: „Ich möchte den Betrag von 50 Euro monatlich zurücklegen, um Eigenkapital für mein späteres Eigenheim zu bilden.“
  • Realistisch: Deine Ziele sollten realistisch und erreichbar sein, nur so bleibst du auch motiviert bei der Sache.
    Es gilt, die Balance zwischen attraktivem und annähernd erreichbarem Ziel zu finden.
    Beispiel: „Ich möchte 10% meines Auszubildendengehaltes sparen.“
  • Terminiert: Es ist wichtig, dass du dir bei der Zielsetzung eine Deadline setzt, bis wann du dein Ziel erreichen möchtest.
    Sollte dein Sparziel sehr groß sein, ist es wichtig, Zwischenziele festzulegen, um dir kleine Anreize zu schaffen.
    Beispiel: „Ich möchte bis zum Ende meiner Ausbildung jeden Monat 50 Euro zurücklegen.“

Lass dich individuell beraten

Du hast Fragen zu Wertpapieren oder der allgemeinen Geldanlage? Wir beraten dich gerne persönlich. Unsere Beratung ist mehrfach ausgezeichnet und richtet sich nach deinen individuellen Bedürfnissen und Wünschen.

Hier kannst du direkt einen Termin in deiner Wunschfiliale vereinbaren:

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Wichtige Hinweise zu Risiken von Anlageprodukten: Die hier angebotenen Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise zu einzelnen Arten von Finanzinstrumenten. Sie stellen die Chancen und Risiken der Anlageprodukte nicht abschließend dar und sollen eine ausführliche und umfassende Aufklärung und Beratung nicht ersetzen. Detaillierte Informationen über Anlagestrategien und einzelne Anlageprodukte einschließlich damit verbundener Risiken, Ausführungsplätze sowie Kosten und Nebenkosten stellt dir deine Frankfurter Volksbank vor Umsetzung einer Anlageentscheidung im Rahmen der Beratung zur Verfügung.

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